Ambulante Herzsportgruppe Sigmaringen e.V.




20 Jahre Herzsport in Sigmaringen


Gold und Silber für Henning Thomsen und Viktor Hecht
 
Die Ambulante Herzsportgruppe Sigmaringen e.V. feierte ihr 20-jähriges Jubiläum in der Festhalle Laiz. Unter dem Motto „Herzkrank?“ – „Na und!“ feierten Betroffene und Angehörige eine Einrichtung, die Herzkranken seit 20 Jahren nicht nur Mut, sondern auch echte Hilfe im Lebensalltag und für die persönliche Zukunft gibt. Angepasstes sportliches Training, Erleben in der Gruppe und Gespräche mit gleichfalls Betroffenen sind der Schlüssel zur Bewältigung der neuen Situation, in welcher ein Herzerkrankter sich plötzlich wiederfindet. Gesponsert von der Laizer Apotheke, Landes- und Südwestbank und Bewirtung durch Helfer des Männergesang- und Albvereines Laiz erlebten die Gäste einen gemeinsamen würdigen Festabend. Umrahmt von einem Bläserquartett und Grußwort des Ortsvorstehers von Laiz in Vertretung des Bürgermeisters konnte der Vorsitzende Karl-Heinz Behrendt auch die Spende eines schon lange gewünschten Puls-Oximeters durch die Volksbank Bad Saulgau verkünden.
Ein Höhepunkt waren die Ehrungen der Gründungsmitglieder  V. Hecht, H. Moosheimer, R. Ortlieb, H. Speh und H. Thomsen für 20 Jahre durch den Vereinsvorsitzenden. Für 20 Jahre ununterbrochene Tätigkeit im Vorstand ehrte anschließend Julius Neher vom Sportkreis Sigmaringen Dr. H. Thomsen, stv. Vorsitzender und Viktor Hecht, Übungsleiter, mit der silbernen Ehrennadel des Württ. Landessportbundes. Im Auftrag des Württ. Behinderten- und Rehabilitationsverbandes konnte der Vorsitzende K.H. Behrendt den beiden anschließend auch noch die goldene Ehrennadel des WBRS für ihre besonderen Verdienste um den Rehabilitationssport überreichen. Dr. Thomsen hat vor 20 Jahren nicht nur die Gründung des Vereines initiiert, sondern auch von Anfang an die ärztliche Leitung als stv. Vorsitzender wahrgenommen. Viktor Hecht hat über seine Übungsleitertätigkeit im Verein hinaus auf Landesebene als Lehrbeauftragter für Herzsport bis 2002 gewirkt. Auch er hat seit Gründung ohne Unterbrechung einen Vorstandssitz inne.
Mit einem medizinischen Fachvortrag der „anderen Art“ , der das Motto des Abends als Titel hatte, nahm die Festveranstaltung ihren Fortgang. Dr. med. A. Hipp von der Universitätsklinik Tübingen zeigte unterstützt von einer Bild-Präsentation informativ und unterhaltsam die Wichtigkeit der psycho-sozialen Elemente im Leben nach einem Herzinfarkt auf. Nicht nur die ärztliche Kunst und die Medikamente sind Allheilmittel nach der Herz-Kreislauf-Erkrankung, sondern auch die Neuorientierung und Gestaltung des Alltags. Sportliche Betätigung im Rahmen des Möglichen, aber auch Abbau und Vermeidung von Stress und ein entspannter Lebensstil können zu einer ganz neuen Lebensqualität führen. Auch nach einem Herzinfarkt ist für die Patienten individuell alles offen: „Herzkrank?“ – „Na und!“ Dieses neue Motto sollte das Motto der letzten 20 Jahre „Herz, Herz – bleib fit!“ ergänzen und so Mut und Zuversicht geben in eine neue lebensfrohe Zukunft. 
 

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